„Ich bin beeindruckt von der schlichten Würde“ Prof. Grimm mehr...

"…Der Neubau verbindet sich harmonisch mit dem Bestand und fasst die, bisher nur angedeutete, Platzsituation“ Lutz Heese

„Hier stimmten die Bürger zu, die Leute stehen dahinter“ A. Dietz-Will

Kontextuelle Planung

Am Beispiel des Projekts Casa Don Bosco in München

"Die "Casa Don Bosco" nimmt historische Elemente aus dem ehemaligen Bestand auf. Architekturtheoretisch folgen die Architekten dem "kontextuellen Ansatz". Zum Projektbeginn beschäftigten sie sich intensiv mit dem Bauort und der Umgebung (‚Topos’). Für die "Casa Don Bosco" wurden die Archive gesichtet und Inspiration aus dem schönen Vorgängerbau bezogen. Ziel der Architektur ist ein unverwechselbares Ensemble, der breite Konsens mit den Bürgern des Viertels und eine harmonische Einfügung in die Umgebung." (Bauherr)

Bauen im Gründerzeitviertel: Die Casa Don Bosco

STÄDTEBAU

KONTEXT SKYLINE

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An das Ganze denken

Einheit in der Vielfalt und Vielfalt in der Einheit: Das ist das Grundrezept für den gelungenen Städtebau und attraktive Stadtbilder. Jeder Bauherr und jeder Planer hat es in der Hand nur das eigene Projekt zu gestalten oder auch den räumlichen Kontext im Blick zu behalten und den Entwurf auf Formvorgaben und lokale Besonderheiten abzustimmen. In den langsam gewachsenen Altstädten hat dies zu einem attraktiven Wechselspiel zwischen einem typischen Baustil und interessanten Modulationen geführt. mehr lesen: Basics

Typus & Topos

Topos: Der architektonische Entwurf entwickelt sich aus dem Ort, das natürliche oder gebaute Umfeld wird berücksichtigt, der Konsens mit der Nachbarschaft wird gesucht, Harmonie ist das Ziel und ein ansprechendes Stadtbild das Ergebnis. Kontextuelles Entwerfen, also Bauen mit Ortsbezug, ist über die Baugeschichte hinweg die dominierende Entwurfsmethode. Historische Stadtbilder aber auch gelungene Skylines zeugen davon. (-> mehr - pulldown) -> Topos und Gemeinsinn Typus: Für eine Funktion wird ein Gebäudetyp massgeschneidert (z.B. Sozialwohnungsbau, Schulbau, Verwaltungsgebäude), der Bau soll effizient funktionieren, ohne Ansicht des Ortes, mit nachrangiger Bedeutung der Bau- und Stadtgestaltung. Die Typologie hat im Industriezeitalter den Ortsbezug oft verdrängt, der Baustil wird als Funktionalismus oder Internationaler Stil bezeichnet. Dies auf Grund der weltweiten, unendlichen Reproduktion der immer gleichen Gebäudetypen....

Minore & Majore

In der italienischen Architekturtheorie ist seit dem 19.Jhd. das Begriffspaar ‚architectura majore und architectura minore’ gebräuchlich: Architectura Minore steht für den Grossteil der privaten Baukunst, die Strassenzüge aus einheitlicher Form und vielfältiger Detailgestaltung, den dezenten Hintergrund des attraktiven Stadtbildes. Architettura Majore bezeichneten den dominierenden öffentlichen Bau (Rathaus, Kirche, Hospital), der schon in der Grossform einen eigenen Ausdruck sucht. Während in der Minore der Kontext die Gestaltsfindung dominiert, kann die Majore auch stärker dem Typus folgen ohne das Stadtbild zu gefährden....

Figur und Grund

Gestaltung ist die Gliederung einer Grossform. Ein Baukörper wird durch den Umriss begrenzt und von den Fassaden eingefasst. Der Umriss ist die Figur vor dem Hintergrund der Stadtsilhouette, die Öffnungen und Profilierungen sind die Figuren auf dem Hintergrund der Fassaden. Die gelungene, ausgewogene und spannende Verteilung von Figuren auf dem Grund wird als schön wahrgenommen. Gebäude mit Lochfassaden tun sich leichter mit der Anwendung von Figur und Grund, ebenfalls Gebäude mit vielfältiger Dachform. Aber auch die Skyline eines Hochhausensembles und mit Medien animierte Fassaden in belebten Strassen kann ein attraktives Gesamtbild formen. Weitere Aspekte mehr lesen: Basics