„Die Menschheit wächst stetig. Etwa sieben Milliarden Menschen leben auf der Erde, mehr als die Hälfte davon in Städten. Laut UNO wird die Weltbevölkerung bis 2050 um ein weiteres Drittel wachsen. Aber wo werden all diese Menschen dann unterkommen? Wie wird der enorme Energiebedarf der Megacities gedeckt? Wird es gelingen, die Umweltverschmutzung und den CO2-Ausstoß zu reduzieren? Und welche Folgen hat der Anstieg des Meeresspiegels für die dicht besiedelten Küstenstreifen? Architekten und Städteplaner stehen vor großen Herausforderungen.“ http://www.planet-wissen.de/gesellschaft/wohnen/zukunft_des_wohnens/index.html 1. Tugend aus der Not Weltweit wurde aus der Dichte und Raumnot eine Tugend und Wohnen in gut geplanten Hochhäusern für eine neue Generation erstrebenswert: „In Metropolen wie New York, Chicago London oder Dubai gehört das urbane Wohnen in Wohntürmen bereits zur Tradition, gilt als schick und spiegelt ein besonderes Lebensgefühl wieder.

In Deutschland hingegen beobachtet man die derzeitige Entstehung neuer Wohnhochhäuser noch kritisch, jedoch erfreuen sich erste Projekte bei Stadtplanern und auf dem Wohnungsmarkt einer immer größeren Beliebtheit“ 2. Ansprechendes Angebot: Hier treffen die neuzeitlichen Wohntürme die Bedürfnisse der grosstädtischen Nutzer mit Service-Angeboten, vom Concierge-, Wäsche- und Einkaufs-Dienst bis hin zu Car-Sharing-Angeboten oder Wellnessbereichen im Haus. Das Niveau heutiger Projekte unterscheidet sich von den Vorläufern und stellt eher auf gehobene oder höhere Einkommen ab, begründet auch mit den etwa 15-20% höheren Bau- und Betriebskosten. (-> https://www.heuer-dialog.de/aktuell/24.02.2015)

3. Verwurzelt in der City: Erfolgreich sind die Projekte in zentrumsnahen, guten Lagen mit urbanem Umfeld „Wie ein Baum das Wurzelwerk im tiefen Waldboden, braucht ein Hochhaus die Basis in einem lebendigen Stadtviertel um sich gut zu entwickeln.“ (Prof Stracke Hochhausstudie TUM) Legendär sind die asiatischen Städte, in denen oben ruhig gewohnt und unten laut gelebt wird. http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=1183927 4. Ansprechende Ensembles: Auch Hochhausquartiere gewinnen durch einen kontextuellen Planungsansatz. Das einzelne Hochhaus gewinnt durch die Einfügung in ein gut gestaltetes Ensemble. Umstritten waren meist einzelne Hochhäuser (‚Dominanten-Diskussion“) in nicht dafür angelegten Altstadtbezirken. Für Stadterweiterungen nahe der City auf Konversionsflächen sind sie eine Option von eigener Ästhetik. (-> Mission Kontext)

5. Soziale Mischung Erfolgreich und akzeptiert werden Wohnhochhäuser durch eine gelungene Mischung der Bewohner nach Herkunft, Beruf und Einkommen. Idealerweise integriert es auch verträgliche Nutzungen, wie Gewerbe- oder Beherbergungsflächen. 6.Gebauter Umweltschutz: Nicht zuletzt liegt in der Zukunft des Hochhausbaus auch eine Chance für die Biosphäre. Bei energiebewusstem Design und vorsichtiger Materialauswahl lässt sich hier das globale und lokale Bevölkerungswachstum auf wenig Boden behausen und effizient mit Energie und Wasser versorgen. Der Siedlungsdruck auf die ökologisch wertvolle Landschaft wird reduziert. Äusserst interessant sind Ansätze vertikaler Landwirtschaft. https://de.wikipedia.org/wiki/Vertical_Farming

Hochhausentwicklung in den Städten

Die Erfindung des Fahrstuhles durch Otis, die Entwicklung der Stahlbau- und Feuerschutztechnik waren die Voraussetzung für die in den USA Ende des 19. Jahrhunderts einsetzende Hochhausentwicklung. Dort entstand in den meisten Städten im "Central Business District (CBD)", also dem Stadtzentrum, schon ab den 20er Jahren bis heute eine dichtgedrängte Hochhauskulisse.

In den europäischen Städten entwickelten sich Hochhäuser außerhalb der überkommenen historischen Stadtzenten bis in die 60er Jahre vereinzelt und dispers. In vielen Städten setzte erst in den 60er Jahren eine verstärkte Bautätigkeit von Hochhäusern ein, die eher von einer dezentralen und dispersen Standortentwicklung geprägt war. In diesen Städten ist der historische Stadtkern frei von einer Hochhausbebauung geblieben.

Städte wie z.B. München, Hamburg, Mailand, Rom u.a. haben spezielle Gestaltungsprinzipien, die der Erhaltung und Sicherung der "Stadtkrone" dienen. Berlin hat eine generelle Orientierung auf die sog. "Berliner Bauhöhe" (22 m), die eine Hochhausentwicklung nur vereinzelt zulässt. Köln entwickelt ein Netz von auf den Dom bezogene Sichtachsen, die von Hochhausbebauungen freigehalten werden müssen. Düsseldorf entwickelte 1994 ein Konzept, das Bauhöhenbeschränkungen im historischen Stadtkern, an der Königsallee sowie an dem Hofgartenrand und in den historischen Stadtzeilzentren und an dem Rheinuferbereichen Oberkassels vorsieht, mit gleichzeitigen Verdichtungs- und Konzentrationsmöglichkeiten an S-Bahnhöfen.

Selbst in den europäischen Megalopolen Paris und London vollzieht sich die Hochhausentwicklung außerhalb des Stadtkerns (La Defense, Canary Wharf - Docklands). Auch in Frankfurt, der deutschen Stadt, in der sich eine Hochhausentwicklung am deutlichsten durchgesetzt hat, vollzog und vollzieht sich diese außerhalb, wenn auch in direkter Beeinflussung, des historischen Stadtkerns. http://www.duesseldorf.de/planung/stadtentw/hochhaus/index.shtml

Wohnhochhaus-Studie Olympische Höhen

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